Ein Stück Frankreich, das ins Meer gefallen ist und von England aufgesammelt wurde: So beschrieb Victor Hugo die Kanalinseln, und der musste es schließlich wissen – nach rund 20 Jahren Exil auf Jersey und Guernsey. Und aus dem Spannungsfeld zwischen den beiden großen Kulturnationen ergeben sich immer wieder faszinierende und anziehende Gegensätze: zum Beispiel französischer Charme und britische Exzentrik, Herrenhäuser in viktorianischem oder Tudorstil und normannische Bauernhäuser, die exzellente französische Küche und Fish & Chips am Meer. Wer Kulturdenkmäler sucht, findet sie in überreichem Maße: von Menhiren über mittelalterliche Burganlagen bis zu Relikten aus dem zweiten Weltkrieg. Für Naturfreunde sind die Kanalinseln ebenfalls kleine Paradiese. Endlos weite weiße Sandstrände wechseln sich mit spektakulär schroffen Klippen ab. Auf den Inseln wachsen Palmen (dem Golfstrom sei Dank) genauso wie Hortensien, üppigste Rosen, Ginster, Mimosen und Kamelien. Aber das vielleicht Schönste ist, dass hier Entdecker unter sich sind, weil die Kanalinseln vom Massentourismus bis jetzt immer noch verschont blieben.

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